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Aktuelle Studie zum Thema Lipödem, Post-OP Studie

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 Studie  

STUDIEN ZUR LIPOSUKTION
BEIM LIPÖDEM IN WAL-TECHNIK

Liposuktion beim Lipödem in WAL-Technik − Kreislaufstörungen
sind kein Problem für die ambulante Vorgehensweise

Die komplette Studie, eingereicht am 12. April 2014,
können Sie sich als PDF herunterladen.

DIE ZUSAMMENFASSUNG

Hintergrund. Die operative Behandlung des Lipödems erfordert gewöhnlich
die Entfernung weit größerer Mengen Fett als dies bei ästhetischen Inidikationen
der Fall ist.
Es existieren Empfehlungen, die zur stationären Durchführung der OP raten,
wenn absehbar Volumen von mehr als 2000 ml Fettgewebe zu entfernen sind.
Bei über 4000 ml Fettgewebe sollte eine Intensivstation vorgehalten werden.
Zur Begründung dient die Gefahr von Kreislaufstörungen (KS). Diese Argumentation
wird vor Sozialgerichten dafür verwand, die Kostenübernahme für eine stationäre
Liposuktion durch die gesetzlichen Krankenkassen zu erhalten.
In der Literatur finden sich sehr widersprüchliche Aussagen über die Art
und Häufigkeit von Komplikationen nach Fettsaugung.
Über Kreislaufstörungen im Besonderen, deren Häufigkeit und Verlauf,
sind keine verlässlichen Angaben zu finden, sodass hierdurch die
stationäre Vorgehensweise nicht zu rechtfertigen zu sein scheint.

PATIENTEN UND METHODEN

130 Fettsaugungen in wasserstrahl-assistierter
Liposuktions-Technik (WAL) zwischen Januar
2012 und Juli 2013 wurden von den Patientinnen
mittels Schulnoten bezüglich der Häufigkeit und
dem Verlauf von KS hin ausgewertet.
(Note 1=keine KS bis Note 6=Krankenhaus-
behandlung erforderlich).
Es wurde untersucht, ob KS von der operierten
Region, dem Alter der Patientin oder der ent-
fernten Menge Fett abhängig waren, innerhalb
der ersten 24 Stunden nach OP oder erst
ab dem 2. Tag post OP während der
1. Woche auftraten.
Es wurde erfragt, ob sich die
Patientinnen zuhause gut betreut
fühlten und ob sie die OP erneut
ambulant machen würden.

ERGEBNISSE

Operiert wurden 41mal die Unter- und 67mal die Oberschenkel, 8mal das Gesäß und 14mal die Arme.
KS waren die einzigen Komplikationen, die überhaupt auftraten.
In 18% (n=24) KS mit Note 4 (Kollaps) ereigneten sich in den ersten 24 Stunden
nach OP, 1 von ihnen wurde daraufhin stationär überwacht.
3 Patientinnen wurde im Verlauf der
1. Wochenach OP zur stationären Über-
wachung eingewiesen, 2 erhielten später
Bluttransfusionen.
3 Frauen fühlten sich zuhause nicht ausrei-
chend betreut. Letztlich würde aber nur 6
Patientinnen wegen KS die Liposuktion nicht
mehr ambulant durchführen lassen.


Das Auftreten von KS war unabhängig vom Alter der Frauen.Die Fettsaugung der Oberschenkel zeigte eine gewisse Abhängigkeit zwischen entfernter Fettmenge und dem Auf-
treten von KS.
3 von 4 Patientinnen, die schließlich stationär behandlungsbedürftig wurden, waren während der ersten 24 Stunden nach OP völlig unauffällig.

SCHLUSSFOLGERUNG

Die ambulante Fettsaugung in WAL-Technik
ist beim Lipödem sicher, selbst wenn große Mengen Fettgewebe zu entfernen sind.
Eine zuverlässige und eingewiesene Begleit-
person ist zwingend erforderlich, bei KS während der ersten 24 Stunden nach OP
helfen zu können.