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Behandlungskonzept, was hilft bei Lipödem, Operation

“Nur die Fettsaugung ist
  wirksam”



    Dr. med. Falk-Christian Heck

DAS KONZEPT


Das Behandlungskonzept für das Lipödem ist klar strukturiert:


frühzeitige Diagnosestellung,    andere Schmerzursachen werden    ausgeschlossen
frühzeitige OP-Planung, auch ein    Stadium 1 kann schon schmerzhaft    sein, Kompression und    Lymphdrainage verhindern nicht    das Wachstum des Fettgewebes
vor OP −wenn nötig − Entstauung    des Fettgewebes durch intensive    Lymphdrainage und Kompression.    Wichtig besonders bei    fortgeschrittenem Lipödem
schonende Fettsaugung in    Wasserstrahl-assistierter Technik
OP in lokaler Betäubung durch    Tumeszenz-Lösung. Keine    Vollnarkose! Ambulant statt    stationär bedeutet Schutz vor    Thrombose und resistenten    Hospitalkeimen. Hierzu existieren    unterschiedliche Fachmeinungen
Nach OP Stützmider für 8 Wochen    und regelmäßige Lymphdrainage
Nach 8 Wochen Abschluss-   untersuchung. Meist sind keine    weiteren Behandlungen mehr    erforderlich


DIE BEHANDLUNG

Die einzige Möglichkeit zur erfolgreichen Therapie des
Lipödems ist die Operation
. Dies muss ganz klar gesagt werden, da hier immer noch viele „Unklarheiten” bestehen.
Da die auslösende Ursache noch nicht bekannt ist,
existiert auch noch keine ursächliche Behandlung.
Wegdrücken kann man das Fett mit einer Kom-
pressionshose jedenfalls sicher nicht!
Kompression und manuelle Lymphdrainage als
„Massage” lindern nur die Schmerzen, die durch das
zurückgestaute Gewebewasser ausgelöst werden.
Das Fett wächst weiter und der Frust wird größer.
Zudem bedeutet die Kompressionswäsche für Beine
und Arme eine lebenslange, erhebliche Einschränkung der Lebensqualität. Sommer wie Winter getragen beeinflusst sie das eigentliche Lipödem in keiner Weise.
Die wöchentlich regelmäßigen Termine für die Lymph-
drainage dauern bis zu 60 Minuten und machen die Lebensplanung zunehmend unflexibel.
Das Lipödem wird zum zentralen Mittelpunkt des Lebens.

ES BESTEHT EINIGKEIT...

In den Leitlinien der Gesellschaft für Venenheil-
kunde besteht Einigkeit, dass nur die schonende
Fettsaugung eine wirksame Behandlung darstellt.

Da beim Lipödem mit einer lebenslangen Zu-
nahme des Fettgewebes zu rechnen ist, sollte
eine frühzeitige Operation im Stadium 1 ange-
strebt werden, sobald die ersten typischen
Schmerzen auftreten und die Diagnose sicher
gestellt ist.
Dann ist sogar eine Heilung möglich und der
Kopf wird wieder frei für die wirklich wichtigen
Dinge des Lebens.

OP & (mind up program) Anästhesie

Die Standard-Methode zur Fettsaugung ist die Tumeszenz-Vibrations-Liposuktion.
Über dünne Kanülen wird das Fettgewebe mit Koch-
salz-Lösung, der sogenannten Tumeszenz-Lösung, prall gefüllt. In der Lösung ist hochkonzentriertes Betäubungs-
mittel. 1-2 Stunden wirkt die Lösung im Fettgewebe ein und löst dort die Fettzellen auf.
Anschließend wird mit 3-4 mm dünnen, vibrierenden Kanülen ein Brei aus Fett und Lösung abgesaugt.
Manchmal wird zusätzlich ein „Schmerztropf” eingesetzt. Eine Vollnarkose ist nicht nötig! Die spezielle Form der Tumeszenz-Narkose wurde eigens dafür entwickelt, eine auch längere Operation in lokaler Betäubung durch-führen zu können. Eine Vollnarkose bedeutet unnötige zusätzliche Risiken!

Eine bahnbrechende neue Methode der Fettsaugung
ist die Wasserstrahl-assistierte Liposuktion (WAL).

Ein pulsierender Wasserstrahl sprüht die Tumeszenz-Lösung in das Fettgewebe, um es zu betäuben. Nach wenigen Minuten kann mit der Absaugung begonnen werden. Wie ein „Kärcher” spült der Wasserstrahl lebendige Fettzellen aus dem Bindegewebe, die sogleich abgesaugt werden.
Im Auffangbehälter setzt sich das Fett klar gegen die Spüllösung ab, sodass die tatsächlich entfernte Fettmenge gemessen werden kann.
Die WAL-Technik macht die OP bis zu 1 Stunde kürzer, entfernt mehr Fett und hinterlässt ein schon sichtbar schlankes Bein.
Eine Studie belegt auch für dieses Verfahren die Schonung der Lymphbahnen.